Rheinland-Pfalz

Informations-, Leit-,
Orientierungssystem


Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer
des Landes Rheinland-Pfalz


Auslober:
Land Rheinland-Pfalz,
vertreten durch das Ministerium der Finanzen

Entwurf und Realisierung: adlerschmidt Kommunikationsdesign und Meuser Architekten, Berlin

Weitere Informationen:
www.orientieren.com

In einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb wurde 2002 ein Konzept gesucht für ein einheitliches Leit-, Informations- und Orientierungssystem für die Besucher von über 70 landeseigenen historischen Liegenschaften.

adlerschmidt gewann den Wettbewerb mit der Idee, die übliche architekturverstellende Beschilderung durch einen Mix unterschiedlicher Kommunikationsmittel zu ersetzen. Nach der selbstgestellten Prämisse »keine Schilder« sollen Ort und Architektur weitgehend für sich selbst sprechen, das historische Bauwerk von überflüssigen Hinweisen befreit und in seinen ursprünglichen Charakter zurückversetzt werden.
Bei der Wahl der Informationsträger greift der Entwurf auf traditionelle Materialien wie Stoff, Stein und Bronze sowie Signalisationsformen wie Fahnen, Banner, Orientierungssteine und direkte Wandbeschriftungen zurück.
Multimediale Elemente ergänzen das Informationsangebot.
Die Reduzierung der Informationen auf das Notwendige, eine klare Piktogrammsprache, zeitgemäße Typografie und traditionelle Herstellungstechniken führen zu einem unverwechselbaren und nachhaltigen System.


Dreidimensionale Orientierungssteine, aus Beton gegossen und mit stilisierten Gebäudemodellen aus Bronze versehen, lassen die historischen Anlagen haptisch begreifbar werden – durch die Braille-beschriftung auch für Sehbehinderte.






Orientierungskarten

Orientierungskarte gefaltet

Ein in mehreren Sprachen angebotenes Faltblatt mit Raumplan und historischen Informationen begleitet den Besucher auf seiner Entdeckungstour, in deren Verlauf er anhand der historischen Bezeich-nungen die einzelnen Gebäudeabschnitte identifizieren und Erläuterungen dazu nachlesen kann.



Die historischen Bezeichnungen der baulichen Anlagen durch Bronzelettern erklären und leiten zugleich.
In unbeleuchteten Bereichen erfolgt die Beschriftung durch Lichtprojektionen.
Das Wichtigste: die historischen Anlagen bleiben unverstellt.


Großformatige Hissfahnen entfalten an exponierten Orten ihre Fernwirkung.



Wegweisungen zu Ausstellungsorten und Service-Angeboten erfolgen durch ein sprachübergreifendes und transparentes Piktogrammsystem.


Durch direkte Wandbeschriftungen und die lineare Umsetzung der Piktogramme bleibt der Blick auf die historische Bausubstanz weitgehend frei.

Beispiele für den Einsatz von Piktogrammen an der Mauer

Ein virtueller Rundgang auf einem Touchscreen-Terminal, hier die Kaiserthermen in Trier, rundet das Informationsangebot ab.

Falsche Historisierungen werden vermieden, im Vordergrund bleibt stets der historische Ort selbst. Die flankierenden Informationsmedien erscheinen lediglich als leise zeitgenössische Begleiter durch vergangene Epochen.


Presse

novum graphic design 8/2004
»Orientierung in der Historie«:



StadtBauwelt, 48/2005,
»Reinland-Pfalz – Neue Entrees für historische Stätten«:



Auszeichnungen


Logo Designpreis Rheinland-Pfalz, Anerkennung


Designpreis Rheinland-Pfalz: Anerkennung in der Kategorie Kommunikation und Orientierung im öffentlichen Raum


Logo Designpreis der BRD, nominiert


Nominiert für den
Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2008


Stein mit Piktogramm


Unser Partner für die Betonarbeiten:
betonWare, Berlin